Aktuelle Ausgabe

Das zweite Jahr der Corona-Pandemie nähert sich dem Ende, und wir merken, die Welt verändert sich. Buchmessen sind ausgefallen, Regierungen wechseln, Unwetterkatastrophen häufen sich. Lieferketten werden unterbrochen, Preise steigen – auch unsere Papierpreise –, es ist plötzlich nicht mehr alles überall vorhanden. Wir haben nur eine Welt und nur ein Leben. Auch wenn kürzlich in Frankfurt am Main wieder eine Buchmesse stattgefunden hat, Literaturpreise für AutorInnen gefeiert werden konnten, es ist anders, und es wird noch anders werden. Literatur war immer nicht nur Unterhaltung und Entspannung, Literatur hat Finger in Wunden gelegt, Fragen aufgeworfen, problematisiert, gemahnt, aber auch Ideen und Konzepte entwickelt. Warum wird Fantasy- und Science-Fiction-Literatur gerade von jungen Leuten gelesen? Wohl, weil dort über Unbekanntes, Neu- und Andersartiges erzählt wird, neue Welten entworfen werden. Unsere jungen Menschen werden eine Welt gestalten, deren Aussehen wir heute noch nicht kennen, vielleicht noch nicht einmal erahnen können. Fantasie, Kompetenz und Selbstbewusstsein gehört dazu, das zu schaffen. Wir müssen die Vergangenheit kennen, um die Zukunft zu gestalten.

Jede Krise birgt auch Chancen! In der Pandemie sei doch viel mehr gelesen worden, die Menschen hätten doch mehr Zeit gehabt. Wir wissen nicht, ob das stimmt, aber auf jeden Fall gibt es zum Glück die Literatur, egal, ob Sachbuch oder Belletristik, um mehr lesen zu können. Literatur hat auch einen Zweck: wir entspannen, damit es uns besser geht; wir können aus ihr lernen, damit wir besser werden. Es geht darum, bewusster zu leben! Vielleicht ist das die Zauberformel, um den Klimawandel zu bewältigen.

Bewusster leben heißt, genauer hinzuschauen, was wir wofür brauchen, ob wir es wirklich brauchen, wiederzuverwenden und zu -verwerten. Die gesetzten Klimaziele zu erreichen, um die Welt für unsere Nachfahren lebenswert zu halten, werden wir ohne Einschnitte in unseren (Konsum-)Lebensstandard nicht realisieren können.

Wenn wir das, was wir haben, bewusster und besser wahrnehmen, werden wir vielleicht gar nicht spüren, dass wir uns einschränken. Aber Umbrüche haben immer Verlierer und Gewinner, eine Nation, eine Gesellschaft ist dazu da, zwischen Gewinnern und Verlierern auszugleichen, Ungerechtigkeiten zu verhindern. Dafür muss man wissen, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht worden sind, und welche Ideen wir entwickeln können, daraus zu lernen, und da sind wir wieder bei der Literatur, bei norwegischen Mythen, göttlichen Komödien, in den früheren Kolonien, da schauen wir genauer auf die Landschaft, die Natur, Tiere, Pflanzen und Menschen. All das haben wir in diesem Heft wieder versammelt, für Sie zum Entdecken, zum Verschenken, denn die Bücher dazu sind auch schön.

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Matthias Schümann und Manfred Keiper

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Die nächste »Lesart« erscheint im März 2022

Über uns

Die Lesart ist ein unabhängiges Journal für Literatur und erscheint seit 1994 quartalsweise in Deutschland. Der Vertrieb erfolgt an DirektabonnentInnen und an gegenwärtig ca. 350 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Herausgeber

Die Lesart wurde von dem in Stralsund an der Ostsee gebürtigen Journalisten und Publizisten Dr. Karsten Schröder 1994 mit Freunden in Bonn als „anderes Literaturmagazin“ gegründet, seit Ende der 90er Jahre von ihm in Rangsdorf bei Berlin weitergeführt. 2019 hat Manfred Keiper (andere buchhandlung) die Lesart übernommen und fungiert als Herausgeber und Verleger. Die Lesart erscheint seitdem in Rostock – ebenso an der Ostsee.

Mitwirkende

Herausgeber: Manfred Keiper (V.i.S.d.P.)
Chefredaktion: Matthias Schümann
Redaktionsassistenz: Jacqueline Dubberke
Lektorat: Antonia Hingst
Gestaltung: Agentur Novación Grafikdesign, Rostock
Satz, Layout: Gundula Dinse, www.novacion.de
Druck/Vertrieb: TZ-Verlag & Print GmbH, Roßdorf, www.tz-verlag.de

Als RezensentInnen arbeiten über 20 BuchhändlerInnen, JournalistInnen; PublizistInnen und GeisteswissenschaftlerInnen an der Lesart mit.

Konzept & Inhalt

Die Lesart ist ein Journal für Literatur und erscheint vier Mal im Jahr als Printmagazin. Auf 80 Seiten und vier Umschlagseiten im DIN A4-Format werden jeweils ca. 60 – 70 aktuelle Bücher aus den Bereichen Literatur, Kinder- und Jugendbuch sowie Sachbuch, insbesondere aus den Bereichen Geschichte und Kulturgeschichte, Kunst, Musik und Theater, Biografien, sowie Politik und Populärwissenschaften.

Die Redaktion ist in der Auswahl der rezensierten Titel unabhängig. Die Auswahl erfolgt durch die Redaktion in Korrespondenz mit den RezensentInnen. Wir besprechen Bücher, die wir auch selbst lesen und ins Regal stellen möchten.

Die Lesart erscheint ausschließlich in deutscher Sprache.

Der Vertrieb erfolgt zum einen an DirektabonnentInnen, zum anderen über ca. 350 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die Lesart weiterverkaufen oder als Kundenmagazin einsetzen.

Die Lesart finanziert sich durch Anzeigen, Abonnementsgebühren und die Beiträge für die Marketingexemplare.

Mediadaten

Unsere aktuellen Mediadaten für 2022 finden Sie hier.

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