Aktuelle Ausgabe

Die »Lesart« 1/2022 war fertig im Layout, am 24. Februar haben wir die Druckdaten an die Druckerei gesendet, in dem Moment hörten wir in den Nachrichten das Unfassbare: Russland war in die Ukraine einmarschiert, bombardierte Kyiv und andere Städte.

Seitdem haben auch wir das Gefühl, plötzlich in einer anderen Welt zu leben. Haben wir uns früher in der Mitte Europas gewähnt, wissen wir heute, die Mitte liegt woanders, je nach Sichtweise, in Belarus, Litauen oder in Transkarpatien, der heutigen Westukraine. Moralisch und politisch ist es gegenwärtig eindeutig: Die Ukraine ist der Mittelpunkt Europas.

Betroffen nehmen wir wahr, worüber wir hinweggesehen haben. Die Ukrainerinnen und Ukrainer haben eine eigene Sprache, eigene Schreibweisen, so wird aus Kiew Kyiv. Kulturelle Identität ist wichtig. Vielfalt ist real, man muss sie aber auch wahrnehmen! Auch wir stellen uns dem, haben in dieser »Lesart« unser Augenmerk auf das gerichtet, was bedroht wird. Und die Ukraine ist reich an Kultur und Literatur, es gibt hier viel zu entdecken, auch in den nächsten Ausgaben der »Lesart«. Für diese Ausgabe haben wir uns entschlossen, eine Reihe von Büchern aus den vergangenen Jahren zu besprechen, die, selbst wenn sie nicht gerade erst erschienen, jetzt aktuell sind. Und: Das eine wahrnehmen, was man bisher übergangen ist, darf nicht dazu führen, das andere auszublenden.

Der Ukraine-Krieg verstärkt Krisen, die sich bereits in den letzten Jahren und während der Corona-Pandemie angekündigt haben. Es sind Lieferketten unterbrochen und verschoben worden, es ist plötzlich nicht mehr alles überall zu haben, und vor allem – die Preise steigen! Auch die »Lesart« bekommt dies zu spüren. Die Papierpreise schießen in die Höhe, es gibt tatsächlich Papiermangel! Der Versandhandel benötigt Unmengen von Kartonagen, verschlingt Rohstoffe, die wir für Druckpapiere benötigen. Hinzu kommen die ungeheuren Preissteigerungen für Energie und Rohstoffe, Druckkosten gehen in die Höhe, im Herbst werden wir dies bei den Buchpreisen sehen.

Das stellt die Buchverlage vor bislang ungeahnte Probleme. Für uns alle bedeutet dies, genauer hinzuschauen, stärker auszuwählen. In jeder Krise steckt auch eine Chance!

Ein genauer Blick auf die Nominierungsliste zum »Deutschen Sachbuchpreis 2022« hat uns dann auch überrascht: Welch eine Breite! Welch eine hervorragende Zusammenstellung aktueller, hervorragend geschriebener Sachbücher zu aktuellen, interessan- ten Themen! Der Preisträger Stephan Malinowski hat in seiner Dankesrede dann auch aufgerufen: »Lesen sie alle nominierten Bücher!« Wir stellen ihnen in dieser Ausgabe alle nominierten Sachbuchtitel vor.

In der »Lesart« 3/2022 werden wir uns der Literatur Spaniens, das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse, widmen.

Matthias Schümann und Manfred Keiper

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Die nächste »Lesart« erscheint im September 2022

Über uns

Die Lesart ist ein unabhängiges Journal für Literatur und erscheint seit 1994 quartalsweise in Deutschland. Der Vertrieb erfolgt an DirektabonnentInnen und an gegenwärtig ca. 350 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Herausgeber

Die Lesart wurde von dem in Stralsund an der Ostsee gebürtigen Journalisten und Publizisten Dr. Karsten Schröder 1994 mit Freunden in Bonn als „anderes Literaturmagazin“ gegründet, seit Ende der 90er Jahre von ihm in Rangsdorf bei Berlin weitergeführt. 2019 hat Manfred Keiper (andere buchhandlung) die Lesart übernommen und fungiert als Herausgeber und Verleger. Die Lesart erscheint seitdem in Rostock – ebenso an der Ostsee.

Mitwirkende

Herausgeber: Manfred Keiper (V.i.S.d.P.)
Chefredaktion: Matthias Schümann
Redaktionsassistenz: Jacqueline Dubberke
Lektorat: Antonia Hingst
Gestaltung: Agentur Novación Grafikdesign, Rostock
Satz, Layout: Gundula Dinse, www.novacion.de
Druck/Vertrieb: TZ-Verlag & Print GmbH, Roßdorf, www.tz-verlag.de

Als RezensentInnen arbeiten über 20 BuchhändlerInnen, JournalistInnen; PublizistInnen und GeisteswissenschaftlerInnen an der Lesart mit.

Konzept & Inhalt

Die Lesart ist ein Journal für Literatur und erscheint vier Mal im Jahr als Printmagazin. Auf 80 Seiten und vier Umschlagseiten im DIN A4-Format werden jeweils ca. 60 – 70 aktuelle Bücher aus den Bereichen Literatur, Kinder- und Jugendbuch sowie Sachbuch, insbesondere aus den Bereichen Geschichte und Kulturgeschichte, Kunst, Musik und Theater, Biografien, sowie Politik und Populärwissenschaften.

Die Redaktion ist in der Auswahl der rezensierten Titel unabhängig. Die Auswahl erfolgt durch die Redaktion in Korrespondenz mit den RezensentInnen. Wir besprechen Bücher, die wir auch selbst lesen und ins Regal stellen möchten.

Die Lesart erscheint ausschließlich in deutscher Sprache.

Der Vertrieb erfolgt zum einen an DirektabonnentInnen, zum anderen über ca. 350 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die Lesart weiterverkaufen oder als Kundenmagazin einsetzen.

Die Lesart finanziert sich durch Anzeigen, Abonnementsgebühren und die Beiträge für die Marketingexemplare.

Mediadaten

Unsere aktuellen Mediadaten für 2022 finden Sie hier.

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