Aktuelle Ausgabe

Bücherleben – unser Titelbild könnte auch aus dem Gewölbekeller einer Buchhandlung in Barcelona, Madrid oder sonstwo in Spanien stammen. Es handelt sich aber um die »Libreria Acqua Alta« in Venedig. Besondere Buchhandlungen wie diese gibt es nicht nur in Italien. Eingeladen vom spanischen Kulturministerium hatten wir zwischen zahlreichen Begegnungen mit AutorInnen einen Streifzug durch Madrider Buchhandlungen machen können, und waren erstaunt und begeistert über die Buchhandelsszene, die unterschiedlichen Konzepte und das literarische und soziale Engagement. Erstaunlich war auch zu erfahren, wie stark sich die Literaturszene nach dem Ende der Franco-Diktatur entwickelt hat, wie wichtig dabei Bedingungen wie Demokratie und Freiheit für die Entwicklung der Kulturszene waren.

»Creatividad desbordante« ‒ »Sprühende Kreativität« lautet das Motto des Gastlandauftrittes Spaniens auf der Frankfurter Buchmesse 2022. »Desbordante« wird eigentlich mit »überschäumend« übersetzt, das klingt natürlich nicht so gut, aber überschäumend zeigt sich die Literaturszene Spaniens tatsächlich. Das schlägt sich nicht nur in der Auswahl der in diesem Heft besprochenen Bücher nieder, hier liegen noch stapelweise Manuskripte und Bücher von AutorInnen, die wir nicht mehr berücksichtigen konnten. Außerdem werden viele spanischsprachige AutorInnen aus Lateinamerika – häufig leben sie zeitweise sogar in Spanien ‒ unter »Spanien« subsumiert, die kulturellen und sprachlichen Bindungen sind jedenfalls sehr stark.

Ein Blick zurück zu unserer vorherigen Ausgabe: Für das Titelbild der Lesart 2/2022 »Die Mitte« haben wir sowohl Begeisterung wie auch Kritik erfahren. Es ging uns zum einen darum, daran zu erinnern, dass nicht der deutschsprachige Raum (mit Deutschland im Zentrum) in der Mitte Europas zu finden ist. Zum anderen mag mancher die innere Entwicklung der Ukraine kritisch sehen; Tatsache ist, dass sich dort eine Kultur- und Literaturszene herausgebildet hat, die ganz anderer Art ist als die in Russland, mit einer ungeheuren Kreativität und Offenheit. Dies wird sich in den Besprechungen in der »Lesart« auch zukünftig niederschlagen ebenso wie wir weiterhin Bücher von AutorInnen aus Belarus und Russland vorstellen werden. Mit der »Lesart« wollen wir für Ideale wie Humanismus, Frieden, Freiheit, Diversität und Vielfalt stehen, ungeachtet von Weltanschauungen, Religionen und Staaten.

Eine Kritik haben wir uns zu eigen gemacht: Auf der stilisierten Europa-Karte war der europäische Teil der Türkei, aber nicht die griechischen Dodekanes-Inseln eingezeichnet, um die es einen gefährlichen Streit zwischen Griechenland und der Türkei und damit eine weitere Kriegsgefahr in Europa gibt. Das hätte so nicht dargestellt werden sollen. Und auch hier sind wir bestrebt, einen Blick auf die Literatur dieser Länder zu werfen. Wir sind dabei!

Wir wünschen Ihnen schöne Leseerlebnisse und ein reiches Bücherleben.

Manfred Keiper und Matthias Schümann

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Die nächste »Lesart« erscheint im November 2022

Über uns

Die Lesart ist ein unabhängiges Journal für Literatur und erscheint seit 1994 quartalsweise in Deutschland. Der Vertrieb erfolgt an DirektabonnentInnen und an gegenwärtig ca. 350 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Herausgeber

Die Lesart wurde von dem in Stralsund an der Ostsee gebürtigen Journalisten und Publizisten Dr. Karsten Schröder 1994 mit Freunden in Bonn als „anderes Literaturmagazin“ gegründet, seit Ende der 90er Jahre von ihm in Rangsdorf bei Berlin weitergeführt. 2019 hat Manfred Keiper (andere buchhandlung) die Lesart übernommen und fungiert als Herausgeber und Verleger. Die Lesart erscheint seitdem in Rostock – ebenso an der Ostsee.

Mitwirkende

Herausgeber: Manfred Keiper (V.i.S.d.P.)
Chefredakteur: Matthias Schümann
Redaktion: Jacqueline Dubberke, Manfred Keiper
Gestaltung: Agentur Novación Grafikdesign, Rostock
Satz, Layout: Gundula Dinse, www.novacion.de
Druck/Vertrieb: TZ-Verlag & Print GmbH, Roßdorf, www.tz-verlag.de

Als RezensentInnen arbeiten über 20 BuchhändlerInnen, JournalistInnen; PublizistInnen und GeisteswissenschaftlerInnen an der Lesart mit.

Konzept & Inhalt

Die Lesart ist ein Journal für Literatur und erscheint vier Mal im Jahr als Printmagazin. Auf 80 Seiten und vier Umschlagseiten im DIN A4-Format werden jeweils ca. 60 – 70 aktuelle Bücher aus den Bereichen Literatur, Kinder- und Jugendbuch sowie Sachbuch, insbesondere aus den Bereichen Geschichte und Kulturgeschichte, Kunst, Musik und Theater, Biografien, sowie Politik und Populärwissenschaften.

Die Redaktion ist in der Auswahl der rezensierten Titel unabhängig. Die Auswahl erfolgt durch die Redaktion in Korrespondenz mit den RezensentInnen. Wir besprechen Bücher, die wir auch selbst lesen und ins Regal stellen möchten.

Die Lesart erscheint ausschließlich in deutscher Sprache.

Der Vertrieb erfolgt zum einen an DirektabonnentInnen, zum anderen über ca. 350 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die Lesart weiterverkaufen oder als Kundenmagazin einsetzen.

Die Lesart finanziert sich durch Anzeigen, Abonnementsgebühren und die Beiträge für die Marketingexemplare.

Mediadaten

Unsere aktuellen Mediadaten für 2022 finden Sie hier.

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